Mit Fried und Freud- das musikalische Erbe der Reformation

Im Zentrum des Sommerkonzerts in St. Quirin am Donnerstag, 27. Juli 2017, 20 Uhr, stehen Dieterich Buxtehudes Choral-Variationen über Martin Luthers Choral Mit Fried und Freud ich fahr dahin, der auf dem lateinischen Nunc dimittis basiert. Die Choral-Variationen sind eines der wenigen zu Lebzeiten von Buxtehude im Druck verlegten Werke und sicherlich eine seiner persönlichsten Kompositionen: 1674 veröffentlichte Buxtehude die vier Variationen unter dem Titel Fried- und Freudenreiche Hinfahrt des alten großgläubigen Simeons zusammen mit einem siebenstrophigen Klaglied als Trauermusik zum Tod seines Vaters. Während der Choral als bedeutendstes musikalisches Erbe der Reformation auch Buxtehudes Himmelfahrts-Kantate Gen Himmel zu dem Vater mein prägt, zeigen Philipp Heinrich Erlebachs Arien, die ebenfalls im späten 17. Jahrhundert entstanden, eine andere Seite des reformatorischen Musiklebens. Die Arien sind keine festliche Kirchenmusik im eigentlichen Sinne, sondern Musik zur häuslichen Andacht und Erbauung. Darüber hinaus erklingen im Konzert des Ensembles Templum Musicum (Theresa Holzhauser, Sopran; Julia Scheerer, Violine; Viktor Töpelmann, Viola da gamba; Daniela Niedhammer, Orgel) zwei Trio-Sonaten des 17. Jahrhunderts: ein Werk des überbordenden Stylus Phantasticus von Dieterich Buxtehude und eine höfisch galante Suite Philipp
Heinrich Erlebachs. Der Eintritt ist frei - Spenden werden erbeten!

Angela Niedhammer