Ehrungen

Laudatio an Karl Holler
Eintrag in das Buch des Dankes an Sebastiani 2009

Karl Holler

Heute wollen wir eine Person ehren, die zwar gar nicht in der Pfarrei St. Quirin wohnt, aber dennoch mit Gleichgesinnten auf Aubinger Festen, etwa bei Sebastiani oder Fronleichnam unübersehbar in Erscheinung tritt, Es ist das der Vorsitzende des Gebirgstrachtenerhaltungsvereins (G.T.E.V) Almfrieden Aubing e.V.: Herrn Karl Holler.

Seit Juli 1982 ist der gebürtige Oberpfälzer Mitglied in diesem Aubinger Traditionsverein, der mit Frauen im feschen Dirndl, sowie Männern mit Lederhosen, hellgrauen Joppen und grünen Hüten und nicht zuletzt mit seiner prächtigen Vereinsfahne bei großen Pfarrfesten stets zu einem feierlichen und farbenprächtigen Rahmen beiträgt. Karl Holler  ist in seiner Vereinskarriere Schritt für Schritt vom Fahnenbegleiter über 1. Fähnrich, 2. Vorstand und seit 1995 bis zum 1. Vorstand aufgerückt. Diese verantwortliche Führungsrolle führt er zum Wohle seines Vereins aus, dem er eine gute Medienpräsenz im Münchner Westen verschafft. Mit einem ebenfalls gut gestalteten Internetauftritt zeigt der Vorsitzende bzw. sein Trachtenverein, dass bei Ihnen christliches Brauchtum und Weitergabe Bayerischer Volkskultur mit Volkstanz in guten Händen ist und man bei aller Traditionsverbundenheit auf der Höhe der Zeit ist.

Für sein Ehrenamt ist Herr Holler  2001 vom Bayerischen Ministerpräsidenten ausgezeichnet worden und 2002 hat er vom Isargau das Goldene Gauehren-zeichen erhalten. Sogar außerhalb Bayerns, wurde sein unermüdlicher Einsatz 2007 mit der Ehrenmitgliedschaft beim freundschaftlich verbundenen  GTV Alpenrose Heppenheim in der ehemals Bayerischen Rheinpfalz gewürdigt.

Da möchten wir als Pfarrgemeinde St. Quirin nicht zurückstehen und heute Karl Holler und mit ihm seinem Trachtenverein Almfrieden Aubing durch diesen Eintrag in unser neu geschaffenes Buch des Dankes die entsprechende Reverenz erweisen. Schließlich zeigt er seine persönliche Verbundenheit mit St. Quirin etwa durch Teilnahme an der Pilgerfahrt 2000 ins Heilige Land und insbesondere durch die verlässliche Zusammenarbeit mit Gemeindeleitung und Pfarrgemeinderat durch Präsenz mit Fahne und Tracht auf allen wichtigen Pfarrfesten. In diesem Sinne sagen wir heute unseren herzlichen Dank und freuen uns auf weitere gute Zusammenarbeit mit ihm und seinem Trachtenverein Almfrieden zum Wohle Aubings.

Dr. Joseph Burghart, PGR-Vorsitzender

 

Laudatio Agnes und Michael Vogel
Eintrag in das Buch des Dankes beim Mitarbeiterfest am 03.01.2009

Ehrung für Ehepaar Vogel

Heute wollen wir ein junges Aubinger Ehepaar ehren, eigentlich die ganze Familie, da die beiden Kinder zwar noch nicht gefirmt und somit  keine offiziellen Mitarbeiter sind, aber sich schon bei den Ministranten und im Kinderchor für St. Quirin ehrenamtlich einbringen.
Die Mutter ist ein Aubinger Gewächs und damit wohl schon in der Jugend von ihrer ebenfalls in der Pfarrei sehr engagierten Mutter mit unserer Pfarrei vertraut gemacht worden, d.h. von Mitarbeit in der Pfarrjugend, Gruppenleiterin, Zeltlager und dergleichen ist bei ihr auszugehen.

Mit Ihrer Hochzeit hat sie nicht nur für sich einen um Haupteslänge überragenden Ehepartner gewonnen, sondern auch einen neuen engagierten Mitarbeiter für St. Quirin. Es handelt sich nämlich um das Ehepaar Michael und Agnes Vogel, geborene Mayr aus der Stolzeneckstraße.

Zusammen kümmern sie sich darum, dass die Wohnviertelmesse am Sponeckplatz sowohl technisch-logistisch klappt, als auch darum, dass dieses Ereignis den umliegenden Anwohnern von Aubing-Ost entsprechend bekannt gemacht wird.

Gemeinsam  haben sie sich als junge Eltern über viele Jahre parallel zum Heranwachsen ihrer beiden Kinder in der Kleinkinderkirche engagiert, auch den Familienausflug im Sommer für das Kleinkinderkirchenteam und interessierte Gäste wieder neu belebt. Agnes Vogel hat sich einige Jahre lang als Kommunionmutter bei der Erstkommunionvorbereitung eingebracht und hilft noch bei der Kinderbibelwoche mit. Entsprechend dem Heranwachsen von Sohn und Tochter wird sie 2009 in das Team der Firmvorbereitung überwechseln und dort eine Gruppe Heranwachsender auf das Firmsakrament vorbereiten helfen.

Der Ehemann Michael Vogel ist über die Anfänge beim Kleinkinderkirchenteam und Mitarbeit im Kinderkleidermarkt festes Mitglied im Sachbereich Ehe und Familie geworden. Seit   2004 hat er den Vorsitz im Sachbereich übernommen. Außerdem ist er seit 2002 ein  Mitglied des Pfarrgemeinderats und übernahm dort im Wechsel mit Max Geierhos die Rolle des Protokollführers. Er bringt sich dabei auch regelmäßig in die Vorbereitung und Moderation beim herbstlichen Planungswochenende des Pfarrgemeinderates ein und vertritt dort den Bereich der Ehe- und Familienpastoral.

Zur Entlastung unserer KAB-Gruppe haben die Vogels sich auch ergänzend organisatorisch für den jährlichen Berggottesdienst engagiert und möchten so den Fortbestand dieser traditionellen Eucharistiefeier in Gottes freier Natur sorgen.
Für all ihre Aktivitäten und  ihr Engagement für unsere Gemeinde St. Quirin möchten wir deshalb heute Agnes und Michael Vogel öffentlich Dank sagen und sie gleichzeitig zum weiteren ehrenamtlichen Wirken für unsere Gemeinde ermuntern, ihnen dabei unsere Anerkennung aussprechen und Gottes Segen wünschen.

Dr. Joseph Burghart
PGR-Vorsitzender

Ehrung der Archivgruppe St. Quirin

Am 22. November 2006 feierte unsere Archivgruppe ihr 10-jähriges Bestehen. Die öffentliche Präsentation damals im Pfarrzentrum zeigte die Vielfalt der geleisteten Arbeit und fand den einhelligen Beifall von historisch interessierten Fachleuten im Münchner Westen und einigen  anwesenden Aubingern. Insgesamt hätten aber die geleistete ehrenamtliche Tätigkeit und die Schätze, die unsere Archivgruppe seit Jahren bewahrt oder neu erschließt für uns und zukünftige Generationen noch größere Aufmerksamkeit und Anerkennung verdient.

Der Anstoß zur Gründung ging ursprünglich von Herbert Liedl aus, bekannt durch seine Forschungen zur Aubinger Geschichte, der Mitstreiter für einen Arbeitskreis „Bau- und Kunstgeschichte von St. Quirin“ suchte. Daraus entstand dann unter der Leitung des damaligen Pfarrgemeinderats und „Hausarchitekten“ Rüdiger Zielinski die Archivgruppe St. Quirin mit bis zu 15 Mitgliedern. Davon sind heute noch aktiv dabei:

Siegfried Bschorer                   Josef Feneberg               Johannes Lahmer 
Matthias Lerche                       Angelika Mayer              Erni Müller
Marianne Müller-Mettnau      Walter Niedhammer        Barbara Sajons
Winfried Wiedorn                    Rüdiger Zielinski

Diese Damen und Herren brachten und bringen sich mit ihren unterschiedlichen Talenten und Fertigkeiten ein, meist im Verborgenen, gelegentlich auch in der Öffentlichkeit. Erinnert sei nur an die Ausstellung von 1998 „Kirche St. Quirin mit dem 700 Jahre alten Aubinger Kirchturm“ oder 1999 die Präsentation des „Ursula-Altars“ zu dessen  500-jährigen Jubiläum. Die als Meditationsraum neu geschaffene Turmkapelle geht auf Initiative des Leiters Rüdiger Zielinski zurück. Dort befindet sich nicht nur der Deckeneinstieg für Turmführungen, die von jung und alt immer wieder gerne angenommen werden, sondern auch in der Advents- und Weihnachtzeit die alte Krippe. Die Wiederbelebung, Restaurierung und Aufstellung dieser alten Krippe geht auf die Initiative unserer Archivgruppe zurück, erfreulicherweise unterstützt von professionellen Restauratoren und großzügigen Spenden Aubinger Bürgerinnen und Bürger. Neben Herrn Lahmer, dem Bastler und Techniker der Gruppe haben sich dabei vor allem die Frauen der Archivgruppe verdient gemacht. Ansonsten gilt es neben der Bewahrung und Erforschung sakraler Gegenstände und ausrangierter Schätze eine Fülle bedeutsamer Dokumente und auch Fotos zu sichten und zu katalogisieren. In dieser Hinsicht ist die Archivgruppe St. Quirin  keine Konkurrenz sondern Ergänzung mit eigenem Ziel und Schwerpunkt zum bereits länger bestehenden Aubinger Archiv. Auch Doppelmitgliedschaften zeugen von einer fruchtbaren und friedlichen Koexistenz, zumal beide Gruppierungen gefordert sind, sich mit ihrer Fachkompetenz zum Thema „1000 Jahre urkundliche Erwähnung Aubings“ im Jahre 2010 einzubringen. Schließlich ging auch die Erinnerung an dieses bevorstehende historische Ereignis und die frühzeitige Sensibilisierung einer breiteren Öffentlichkeit hierfür von einem Mitglied unserer Archivgruppe aus, der große Fähigkeiten in der Interpretation alter Urkundentexte erworben hat.

Unserer Archivgruppe möchten wir heute öffentlich für die bisher geleistete Arbeit danken und sie zur Weiterarbeit ermuntern, zum Wohl unserer Pfarrgemeinde St. Quirin und des ganzen Ortes Aubing.

Aubing am 20. Januar 2008
zu Sebastiani

P. Georg Menachery                Dr. Joseph Burghart                 Gerhard Fleck
Pfarrer                                     PGR-Vorsitzender                   Kirchenpfleger

 


Dank an Siegfried Bschorer

Siegfried Bschorer

Zu unserer Archivgruppe kam Herr Siegfried Bschorer 1998 auf Vermittlung von Herrn Lahmer. Jetzt als pensionierter Schulrektor hatte er wieder mehr Zeit, nachdem er in den 80er Jahren bereits dem Pfarrgemeinderat angehört hatte und seine Kinder in der Pfarrei als Jugendleiterinnen bzw. Leiter aktiv waren. Seine guten Lateinkenntnisse und persönlichen Kontakte, die er sich in seiner Internatszeit in St. Ottilien erworben hatte, kommen ihm und der Archivgruppe sehr zugute. Er nimmt ein Seniorenstudium auf, erst Theologie bei Prof. Bieser, wendet sich aber dann dem Studium der Geschichte  zu, was ihn bis dato nicht mehr loslässt. Er hält sich aber nach eigener Aussage zurück, um den jungen Studenten keine Plätze wegzunehmen und besucht nur Seminare nach vorheriger Anfrage beim Dozenten. Das dabei erworbene Wissen hilft ihm jetzt beim Sichten der in St. Quirin vorhandenen Dokumente. Hinzu kommt, dass Herr Bschorer in zahlreichen Archiven wie dem Hauptstaatsarchiv oder dem Diözesanarchiv ein gern und häufig gesehener Gast ist und über gute persönliche Kontakte verfügt, etwa zu Herrn Herz, dem stellvertretenden Chef des Diözesanarchivs. Man weiß dort inzwischen, dass die in St. Quirin vorhandenen Dokumente – Schätze, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen -  in besten Händen sind und dort nicht nur auf Mikrofiches  erfasst werden, sondern auch in digitalisierter Form (jpg) aufbereitet und auf dem Computer zugänglich gemacht werden. Unterstützt wird er dabei von Johannes Lahmer bei der PC-Katalogisierung ergänzt vom Spezialisten für kirchliche Matrikel Herrn Josef Feneberg.

1976  hat der aus dem schwäbischen Dillingen stammende Siegfried Bschorer in Aubing – Ost seine Heimat gefunden und leistet jetzt einen wertvollen kulturellen Beitrag zur Geschichte von St. Quirin und dem Ort Aubing. So war er es, der nicht müde wurde, auf das anstehende historische Ereignis, die 1000 Jahre zurückliegende erste urkundliche Erwähnung Aubings hinzuweisen und sich einem Festkomitee zur Verfügung zu stellen. Manchmal  kommt der langjährige Pädagoge durch, der einst  als „Wiesenrektor“ auf der Theresienhöhe Schaustellerkinder unterrichtete, wenn er aus einem kleinen Stück Urkunde, interessante Geschichten und historische Zusammenhänge didaktisch geschickt vermitteln kann. Fragen Sie ihn nur nach dem Pfarrer Brugger alias von Brugg, dessen Epitaph im Altarraum von St. Quirin zu bewundern ist, und sie werden von ihm Interessantes hören, darunter Dinge, die ohne seine Forschungen so noch gar nicht bekannt waren.

So hoffen wir, dass Siegfried Bschorer mit seinem Wissen und didaktischem Geschick in nächster Zeit bzw. spätestens 2010 noch einiges zur Kulturgeschichte Aubings beitragen wird und sprechen ihm dafür schon heute unseren großen Dank aus. Damit er beim Wühlen in Dokumenten und Archiven keine Staublunge bekommt, soll er als Freund des Rotweins, von uns heute ein entsprechendes flüssiges Bindemittel bekommen.

Dank an Johannes Lahmer

Johannes Lahmer

Auch wenn vor 10 Jahren bereits das Ehepaar Hedwig und Johannes Lahmer bei der Sebastianifeier mit der Quirinmedaille ausgezeichnet wurde, möchten wir ihr verdienstvolles Wirken heute noch einmal kurz öffentlich machen. Frau Lahmer ist ja immer noch an der Küchentheke unseres Weihnachtsbasars zu finden oder schneidert immer noch die Gewänder für unsere Theatergruppe und hilft mit anderen Frauen unsere Kirche zu schmücken. Ihr Mann Johannes, den man gelegentlich auf  Pfarrfesten oder Faschingsgottesdiensten mit der Videokamera Bild- und Tondokumente für das Pfarreiarchiv festhalten sieht, hilft ihr meist dabei.

Er ist als Ex-Siemensianer der geschickte Techniker und Bastler unserer Archivgruppe. Sein handwerkliches Geschick und seine Liebe zum Detail zeigt sich bei Erfüllung diverser technischer Notwendigkeiten für den Blumenschmuck unserer Kirche oder den Szenen unserer  Weihnachtskrippe im Kleinen oder eben auch eine Nummer größer bei dem neu von ihm geschaffenen Aufbewahrungsraum unserer Archivgruppe auf der Orgelempore. Dabei schreckt er beim Entrümpeln vor Staub und Dreck und engem Durchschlüpfen  nicht zurück.

So hat er manchen Kulturgegenstand, der in der Historie einer alten Pfarrkirche als vermeintliches Gerümpel anfällt, neu entdeckt und aufpoliert und vor dem Verfall bewahrt. Außerdem hat er Herrn Bschorer für die Archivgruppe gewonnen und hilft ihm beim Einscannen von Urkunden und Fotos. Gemeinsam haben Sie ein entsprechendes System zum Katalogisieren und letztlich Wiederfinden dieser Schätze entwickelt. So sind wohl schon mehrere 1000 Urkunden und Fotos, viele ein Geschenk von Franz Gebert an die Pfarrei, von ihm erfasst und verfügbar gemacht worden, vielleicht auch mal zum Nutzen der Geschichte des Dorfes Aubing und seiner Menschen.

Deshalb möchten wir heute unserem fleißigen und stets hilfsbereiten Archivmitglied Johannes Lahmer öffentlich ein  herzliches Dankeschön sagen.

 

Laudatio für Anton Fürst

Eintrag in das Buch des Dankes an Sebastiani, 21. Januar 2007

Es gibt bei uns in Bayern eine Redewendung, die lautet:

"Lass die Kirch im Dorf", was nichts anderes heißt, als dass Kirche und Dorf zusammen gehören, sie sind nicht von einander zu trennen. Heute am Sebastianitag, der für unsere Gemeinde ein wichtiger Feiertag ist, möchten wir einem Mann danken, der seit vielen Jahren beides verkörpert und sich für beides, das Dorf und die Kirche, mit viel Engagement einsetzt und das alles ehrenamtlich. Es ist dies Anton Fürst.

Herr Anton Fürst

Lieber Herr Fürst, Sie sind hier in Aubing in der Ubostraße mit Ihren 4 Geschwistern am elterlichen Hof aufgewachsen, wurden Landwirt und übernahmen als ältester Sohn den Hof. Neben der Landwirtschaft und dem Schutz der Natur galt Ihr Interesse schon früh dem gesellschaftlich-politischen Leben. Sie gehörten von 1972 - 1990 dem Bezirksausschuss an, davon 3 Jahre als dessen Vorsitzender, waren von 1988 - 1994 im Stadtrat der Landeshauptstadt und leiten seit 2002 wiederum als Vorsitzender den Bezirksausschuß des 22. Stadtbezirkes Aubing-Lochhausen-Langwied. Ihr Einsatz für Aubing in diesen Gremien ist in unserer Gemeinde hinreichend bekannt und geschätzt und nicht umsonst spricht man von Ihnen gerne als dem "Bürgermeister von Aubing". Ihre Mitarbeit im Aubinger Archiv und in den Aubinger Vereinen  zeigt Ihre Verbundenheit und Verpflichtung gegenüber der Geschichte und Tradition Aubings.

Wofür wir Ihnen aber heute ganz besonders als Pfarrgemeinde danken möchten, ist Ihr Einsatz für unsere Pfarrei. Wenn man es genau betrachtet begann Ihr kirchliches Ehrenamt schon im Kindesalter. Von der Mutter täglich mit zum Gottesdienst genommen, blieb es nicht aus, dass Sie auch bald Ministrant unter Pfarrer Oswald und Kaplan Haslinger wurden. Für kurze Zeit übergab man Ihnen auch die Mesnerdienste, als Herr Forstner das Amt abgab und Herr Amrehn noch nicht zur Verfügung stand. 1962 berief Sie Pfarrer Bernhard in den Pfarrausschuss - den heutigen Pfarrgemeinderat, dem Sie dann bis 1976 angehörten.

Wann immer die Pfarrei mit einer Bitte an Sie herantrat, tat sie es nicht vergebens. Als feststand, dass an unserer schönen alte Pfarrkirche dringende Sanierungsmaßnahmen notwendig werden und eine "Projektgruppe Kirchenrenovierung" entstand, übernahmen Sie auf Bitte von Pfarrer P. Joseph Pandiappallil die Leitung dieser Gruppe ab Juli

2004. Die Aufgabe der Gruppe ist die Beschaffung der erforderlichen finanziellen Eigenmittel, welche die Pfarrei selbst erbringen muß. Unter Ihrer Leitung und durch Ihre tätige Mithilfe konnte bereits der erste Abschnitt der Kirchenrenovierung, der Einbau der neuen Wand-Sockelheizung, erfolgreich durchgeführt werden. Sie entwickeln nicht nur Ideen zur Beschaffung von Geldmitteln und bringen Ihre Erfahrung hierüber ein, Sie motivieren und organisieren Hilfsmannschaften und legen auch selbst Hand an, wenn sogenannte Hand-und Spanndienste geleistet werden müssen. Auch interessiert es Sie, wie die einzelnen Renovierungen fachlich durchgeführt werden und Sie beschaffen sich dazu Informationsmaterial.  So haben Sie so manchen Sonntagsausflug unter dem Augenmerk gemacht, wo ist eine Kirche, die eine neuartige Heizung eingebaut hat und wie ist die Erfahrung damit. Mit der Gewissheit, dass Sie uns auch weiterhin hilfreich zur Seite stehen, können wir in guter Zusammenarbeit mit der Kirchenverwaltung an den nächsten Schritt der Kirchenrenovierung, die Stabilisierung des Dachstuhles, denken und dafür arbeiten.

Lieber Herr Fürst, das Seelsorgerteam von St. Quirin, der Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung danken Ihnen heute für Ihre vielfältige und wertvolle Mitarbeit, auf der viel Segen ruht, und die gewährleistet, dass "die Kirch auch weiterhin im Dorf bleibt".

Diese Ehrung wird als äußeres Zeichen im Buch des Dankes niedergeschrieben und ich darf Ihnen nun die Urkunde überreichen.

Aubing, den 21. Januar 2007

 

Laudatio für Marianne und Sepp Polz

Eintrag in das Buch des Dankes am 7. Februar 2007

Heute an unserem traditionellen jährlichen Mitarbeiterfest möchten wir auch wieder eine Ehrung in das „Buch des Dankes“ eintragen, das ja seit 2004 an die Stelle der Quirinmedaille getreten ist. Die Entscheidung wer geehrt werden soll, bereitet manchmal durchaus Kopfzerbrechen, da so viele von Ihnen diese Auszeichnung seit langem verdient hätten und man gerne allen gerecht werden möchte.

Dieses Jahr geht die Ehrung an ein Ehepaar. Damit wird auch die Bedeutung der gemeinsamen verbindenden Aktivitäten in der Pfarrei herausgehoben. Es handelt sich um ein Paar, das aus dem Quiriner Gemeindeleben nicht wegzudenken ist und bei dem uns die Wahl letztendlich leicht fiel. Ich bin mir sicher, dass sie alle unserer Entscheidung mit großer Freude zustimmen werden.

Ich spreche von Marianne und Sepp Polz.

Liebe Marianne, lieber Sepp,

für die ganze Pfarrei, insbesondere für alle Besucher des sonntäglichen Gottesdienstes um 10:30 Uhr stellt Ihr eine feste Institution dar. Egal ob es sich um einen Familien- oder einen Jugendgottesdienst, einen thematisch vorbereiteten oder einen ganz normalen Sonntagsgottesdienst handelt, der eine oder andere mag fehlen, aber Ihr Beide seid immer da, bei Hitze genauso wie bei Regen oder Schnee.

Ehepaar Polz

Nach dem Gottesdienst gesellt Ihr Euch vor der Kirche zu den verschiedenen Gesprächsgruppen zum wöchentlichen Austausch über dies und das und alle freuen sich, Euch zu sehen. Es existiert kaum eine Veranstaltung in der Pfarrei St. Quirin, an der Ihr nicht teilnehmt und Eurer Interesse bekundet. Nie ist Euch trotz Eures hohen Alters die Mühe zu groß, Euch auch abends noch mal auf den Weg in die Pfarrei zu machen, um interessiert und immer offen für Neues an den verschiedensten Veranstaltungen teilzunehmen.

Geprägt durch die schrecklichen Eindrücke im Zweiten Weltkrieg galt Euer Interesse schon immer der Friedensbewegung, der Ihr Euch angeschlossen habt. Man konnte Euch über viele Jahre bei Demonstrationen, Ostermärschen und Lichterketten finden und keine Strapaze war Euch dabei zu groß.

Als im Jahr 1983 im Zuge der Nachrüstungsdebatte in St. Quirin die Pax Christi Gruppe von Pfarrer Brem gegründet wurde, seid Ihr gleich zu Beginn dieser Gruppierung beigetreten und habt Eure Erfahrungen eingebracht.

Damals fand auch der endgültige Wechsel in unsere Pfarrei statt, obwohl Ihr jenseits der Bahn wohnend, ursprünglich nach St. Konrad bzw. jetzt nach St. Lukas gehört. Seit nun mehr über 23 Jahren zählt Ihr bis heute zu den treuesten Mitarbeitern der Pax Christi Gruppe und habt auch deren zwanzigjähriges Bestehen 2003 mitgefeiert.

Viele Jahre konnte man Euch am Weihnachtsbazar hinter dem Stand der  Gruppe antreffen, an dem Du liebe Marianne auch das eine oder andere Schmuckstück verkauft hast, angefertigt von Deiner Tochter und immer heiß begehrt. Bewundernswerterweise habt Ihr auch während des Irak Krieges an vielen Friedensgebeten teilgenommen und Euch unmissverständlich für Frieden und gegen Gewalt eingesetzt.

Euer bis heute ins hohe Alter immer großes Interesse für die kleinen und großen Dinge des Alltags und einfach Euer „Dasein“ erfüllt uns mit Freude und großem Respekt. Für viele „Quiriner“ seid Ihr nachahmenswerte Vorbilder.

Stellvertretend für die Pfarrei St. Quirin danken Euch das Seelsorgerteam, der Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung für Euer Engagement und Eure Mitarbeit.

Wir wünschen Euch noch viele Jahre in St. Quirin bei möglichst guter Gesundheit und weiterhin Gottes Segen.

Diese Ehrung wird als äußeres Zeichen im Buch des Dankes niedergeschrieben und ich darf Euch nun die Urkunde überreichen.

Aubing, an Lichtmess 02. Februar 2007

P. Georg Menachery             Dr. Joseph Burghart               Gerhard Fleck
           Pfarrer                          PGR-Vorsitzender                Kirchenpfleger

 

^ Seitenanfang ^