Das Turmmuseum

Geschichte und Geschichten im Kirchturmmuseum

Öffnungszeiten des Turmmuseums:

Jeden 1. Sonntag im Monat von 15 bis 16:30 Uhr.

Gehbehinderten kann die Besichtigung nicht empfohlen werden.

Der Eintritt ist frei. Spenden werden gerne entgegengenommen.

Was können wir nun den Besuchern des Turmmuseums bieten?

In jedem der sechs Geschosse wird auf die sichtbaren Besonderheiten des Bauwerks hingewiesen.

Vom Erdgeschoss, der Auferstehungskapelle, aus gelangt man über eine Einschubtreppe in das 1. Obergeschoss. Dort kann man sich an einem Computer einen Überblick über die Dokumente und Urkunden des Pfarrarchivs verschaffen. An den Wänden angebracht, bzw. auf der alten Turmzugangstreppe ausgestellt ist der größte Teil der im Turm gefundenen Gegenstände. Auf Bildschirmen werden Dokumentationen zur Aubinger Geschichte gezeigt.

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Im 2. Obergeschoss steht der Uhrkasten der mechanischen Mannhardt-Turmuhr, die bis 1968 in Betrieb gewesen ist. Herr Dr. Burghart, der 2012 zu unserer Gruppe gestoßen ist, hat bei seinen Recherchen im Stadtarchiv die Quittung für die Bezahlung der Uhr vom 20.12.1879 gefunden. Unsere Archiv-Techniker haben versucht, soweit dies möglich gewesen ist, das Uhrwerk wieder zusammenzusetzen. Leider musste man aber feststellen, dass alle Teile aus Messing fehlen. Sie haben sich wohl nach der Stilllegung der Uhr „versilbern“ lassen.

Weitere Themen in diesem Stockwerk sind die Baugeschichte des Turms und die Altersbestimmung von Kirche und Turm aufgrund dendrochronologischer Untersuchungen. Seit kurzem wissen wir auch, dass das Holz des Türrahmens beim Durchgang vom Turm zur Kirche im Jahre 1267 geschlagen worden ist, also noch älter als das Holz des Glockenpodests (1283/84) ist. Die Balken des Turmdachstuhls hingegen werden auf das Jahr 1495 datiert. Dies und die Tatsache, dass die oberen Geschosse mit anderen Materialien errichtet sind, legt die Annahme nahe, dass der Kirchturm um das Jahr 1495 erhöht und mit einem neuen Dach eingedeckt worden ist.

Vom 3. zum 4. Stockwerk verlief die ursprüngliche Treppe fast senkrecht. Mit Genehmigung des Landesamtes für Denkmalpflege wurde 1998 eine sanfter ansteigende Stiege mit einem Zwischenpodest eingebaut.

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Hier im 3. Obergeschoss dreht sich alles um die Glocken von St. Quirin. Beim Säubern des Turmes fanden sich auch ein Glockenjoch, ein Klöppel und ein mechanischer Läutwerkantrieb. Johannes Lahmer vollbrachte nun hier ein Meisterstück. Er ergänzte alle fehlenden Teile, verfertigte aus Metallbändern eine Glockenattrappe in der Größe der im 2.Weltkrieg zerschlagenen und eingeschmolzenen Johannesglocke und baute so ein Demonstrationsmodell eines Glockengeläuts zusammen.

Die Fotos an der Wand des 4. Obergeschosses haben die Kirchensanierung von 2009 zum Thema. Auf dieser Ebene befindet sich auch der Durchgang zum sehenswerten Kirchendach, das aber nur bei Führungen besichtigt werden darf.

Leider kann aus Sicherheitsgründen im niedrigen und fensterlosen 5. Obergeschoss nur der Blick in die lichte, zweistöckige Glockenstube freigegeben werden. Als kleinen Ausgleich gibt es das Geläut der fünf Glocken digital zu hören. Auch optisch muss man sich mit Fotos des Blicks vom Turm in alle vier Himmelsrichtungen begnügen. So ist die Konzentration des Besuchers ganz auf das Hören gerichtet: Die etwas unheimlichen Geräusche stammen vom Uhrwerk; beim Viertelstundenschlag wird so mancher zusammenzucken.

Erwähnt werden sollen auch noch unsere Sommergäste, die Turmfalken. Ihre Anwesenheit verhindert, dass sich Tauben auf dem Turm niederlassen und alles wieder verschmutzen.

Barbara Sajons, Archivgruppe St. Quirin

Weitere Informationen zur Entstehung des Turmmuseums und der Arbeit der Archivgruppe St. Quirin

 

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