Firmung

Firmung - Gott stärkt mit seinem Geist

Die Termine für die Firmungen im Pfarrverband in diesem Jahr werden betroffenen Firmlingen und ihren Familien persönlich mitgeteilt.

“Die Zeichen der Firmung sind Geborgenheit, Vertrauen und Nähe. Die Handauflegung am Tage der Firmung ist somit ein Zeichen. Es bedeutet, dass die Kraft des Heiligen Geistes auf dich übergehen soll. Chrisam, eine Salbung mit einem kostbaren und wohltuenden Öl. Öl, dass die Haut schützt. Wir dürfen mit Körper und Seele spüren, dass Gott uns Gutes tun will. Der Friedensgruß, als drittes Zeichen, soll uns mit jedem Einzelnen in die Pfarrgemeinde miteinbeziehen. Den Frieden zu spenden ist auch eine Wohltat für unser Herz. Du bist somit eingeladen, Dich auf den Weg des christlichen Glaubens und Friedens zu begeben” (Kaplan Emmeran Hilger).

10 Sekunden ...

Ungefähr so lang dauert die Firmung. Der junge Mensch tritt vor den Firmspender, dieser taucht seinen Daumen in den Chrisam, bekreuzigt die Stirne des jungen Menschen und spricht dazu: „Sei besiegelt mit der Gabe Gottes, dem heiligen Geist“. In diesen zehn Sekunden geschieht etwas ganz Großes. Dieses Große wird deutlich, betrachtet man die Symbolik der Firmung etwas näher. Im Wesentlichen stehen vier Dinge im Mittelpunkt: Der Jugendliche, die Hand, der Chrisam und das Wort.

„Du bist von Gott angenommen, geliebt, dein Leben liegt in seiner Hand, Du hast eine Gemeinschaft, in die Du hineingenommen bist!“ Was am Beginn des Lebens bei der Taufe über den jungen Menschen gesagt wurde, wird jetzt in einer lebensgeschichtlich neuen Situation, in der Pubertät, wiederholt und konkretisiert: „Du brauchst keine Angst zu haben, Du wirst gestärkt, gefirmt, der Geist Gottes wird dich führen und begleiten, auch in der jetzt auf dich zukommenden schwierigen Zeit der Selbstfindung. Du bist dabei nicht allein, andere glaubende Menschen gehen mit dir, wollen dich begleiten.“ Zusätzlich wird jeder einzelne Jugendliche durch die direkte Anrede in die Mitte genommen, aus der Masse heraus. Andreas, Katharina, Du bist gemeint, Du bist angesprochen. Durch die direkte Anrede, wird der Jugendliche zudem in die Pflicht genommen und bekommt eben damit gesagt: Du bist wichtig, um Dich geht es, Du wirst gebraucht, Du bist wer.

Die Handauflegung durch Firmspender und Paten nimmt zugleich beide Seiten in die Pflicht. Die Kirche, vertreten durch den Firmspender, muss dem jungen Menschen einen Lebensraum geben, in dem er sich angenommen fühlt. Dabei wird die Teilhabe des Firmlings an dem inneren Lebensgeheimnis der Kirche gefestigt. Der Pate sollte es mit dem Firmling und seiner führenden und begleitenden Aufgabe als Pate ernst meinen. Vor dem eigentlichen Akt der Firmung breitet der Firmspender seine Hände über der ganzen Gemeinde aus und ruft die Gaben des Heiligen Geistes auf sie herab. Die Symbolik der Hände begegnet uns alltäglich. Die berührende Hand symbolisiert Nähe, Bestärkung und Führung in einem. Jesus segnete Kinder, indem er ihnen seine heilbringende Hand auflegte. So will die Handauflegung bei der Firmung verdeutlichen, dass sich der Geist Gottes segnend auf die Menschen legt, diese stärkt und führt. Dem Tun der Hände wird also besonderes Gewicht beigemessen.

Öl ist nicht nur ein nützliches und alltägliches Gebrauchsmittel in der Küche. Öl spendet Licht und Wärme. Ölhaltige Salben empfindet man auf der Haut als angenehm und verbreiten einen angenehmen Duft. Öl gilt als das Element der Geistmitteilung schlechthin. Der Gefirmte soll durch das Öl zu einem Menschen werden, der Wärme ausstrahlt. Der durch die Firmung gestärkte Glaube soll eine heilsame Wirkung auf den Firmling selbst und auf die Anderen haben. Schon Paulus schreibt in seinem zweiten Brief an die Korinther: „Ihr sollt ein Wohlgeruch sein für die Menschen!“ Die Gefirmten sollen sich also daran erinnern, dass sie zu Königen und Königinnen gesalbt worden sind und aus dem Geist Gottes heraus leben. Mit der Firmung ist der Auftrag verbunden, den Geist in die Gesellschaft hineinzutragen.

Das letzte Element bei der Firmspendung ist das Wort. Der Firmspender sagt: „sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“. In der ursprünglichen Spendeformel rückt die Gabe noch mehr in den Mittelpunkt. Hier hieß es: „Empfange das Siegel, die Gabe des Heiligen Geistes“. Damit werden die Dimensionen des Empfangens und des Schenkens ausgedrückt. Es soll deutlich gemacht werden, dass es bei der Firmung nicht um eine Leistung geht, sondern in erster Linie um eine Gabe, nämlich die des Heiligen Geistes. Diese Gabe wird allen Menschen zuteil, die sich firmen lassen. Ebenso werden alle in die Pflicht gerufen. Aus der Gabe wird also eine Aufgabe, die ihre Antwort in einem geisterfüllten Leben findet.

Franziska Götz

Über uns

St. Quirin ist eine katholische Pfarrgemeinde im Münchner Westen. Die Pfarrkirche wurde 1489 geweiht. Seit 2014 ist St. Quirin Teil des Pfarrverbandes mit St. Michael in Lochhausen (Internetseite).

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